Vorsicht bei "Krebsdiäten". Die WWS im Interview AZ über die Krebserkrankung von Fernsehkoch Johann Lafer und die Ernährung bei Krebs.
- Jun 8
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Für viele war es wohl ein Schock, als der bekannte Fernsehkoch Johann Lafer im vergangenen Monat berichtete, seit etwa zweieinhalb Jahren an Lymphdrüsenkrebs erkrankt zu sein. Er erklärte unter anderem, dass er zunächst versucht habe, die Erkrankung mit verschiedenen alternativen und komplementären Methoden in den Griff zu bekommen, bevor er sich schließlich für eine Chemotherapie entschied.
Im Gespräch mit der Münchner Abendzeitung erläutert unser Vorsitzender Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler, welchen Beitrag Ernährung leisten kann, um besser mit einer solchen Erkrankung umzugehen – und wo dabei die klaren Grenzen liegen.
Der Ernährungszustand als Prognosefaktor
Gleich zu Beginn des Interviews stellte Prof. Dr. Nüssler klar: „Allein eine Umstellung der Ernährung [kann] eine Krebserkrankung wie das Non-Hodgkin-Lymphom nicht heilen.“
Eine passende Ernährung kann den Patientinnen und Patienten jedoch dabei helfen, „die Strapazen dieser Therapien gut zu überstehen“.
Besonders deutlich warnt Prof. Nüssler vor sogenannten „Krebsdiäten“, da diese „den Organismus nur zusätzlich schwächen“ können. Stattdessen sei es während einer Therapie entscheidend, Mangelernährung und Muskelverlust vorzubeugen. Denn, so Nüssler: „Der Ernährungszustand ist ein Prognosefaktor.“
Auch bei alternativen Verfahren mahnt er zur Vorsicht: „Vorsicht ist bei allem geboten, was behauptet, anstatt einer Krebstherapie zu heilen.“
Sinnvolle unterstützende Maßnahmen könnten dagegen Bewegung, Yoga, Meditation, Achtsamkeitsübungen oder Akupunktur sein – immer begleitend zur medizinischen Therapie und nicht als Ersatz.
Neben der Ernährung hebt Prof. Nüssler auch die Bedeutung von Bewegung hervor:
„Schon ein leichtes Krafttraining oder regelmäßige Spaziergänge helfen, wenn es medizinisch möglich ist.“
Gleichzeitig macht er Mut, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen: Man könne den Körper stärken und die Therapie unterstützen – den Krankheitsverlauf aber nicht vollständig kontrollieren.
Neugierig geworden? Das gesamte Interview finden Sie hier: Johann Lafer ist krank: Münchner Arzt warnt vor riskanter "Krebsdiät"




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