
Ein paar Worte zum Anfang
Eine Krebsdiagnose verändert vieles. Für viele Menschen beginnt eine Zeit voller Fragen, Unsicherheiten und Entscheidungen. Neben medizinischen Therapien spielt auch der eigene Lebensstil – insbesondere die Ernährung – für viele Betroffene eine wichtige Rolle.
Auf dieser Seite möchten wir Ihnen eine erste Orientierung geben. Wir erklären, was die Wissenschaft über Ernährung bei Krebs weiß, welche Empfehlungen sinnvoll sind und wo Sie verlässliche Unterstützung und Beratung finden können.
Unser Ziel ist es, Ihnen klare, verständliche und wissenschaftlich fundierte Informationen bereitzustellen – ohne falsche Versprechen und ohne unnötige Verunsicherung.

Prof. Dr. med. Volkmar Nüssler
Ein paar Fakten

Ernährung bei Krebs – was die Wissenschaft sagt
Viele Menschen fragen sich nach einer Krebsdiagnose, ob eine bestimmte Ernährung den Krankheitsverlauf beeinflussen kann. In den Medien und im Internet kursieren zahlreiche Ernährungsempfehlungen, sogenannte „Krebsdiäten“ oder alternative Ernährungskonzepte.
Die wissenschaftliche Forschung zeigt jedoch:
Es gibt keine einzelne Ernährung oder Diät, die Krebs heilen kann.
Eine ausgewogene Ernährung kann jedoch dazu beitragen,
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den Körper während der Therapie zu unterstützen
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den Stoffwechsel zu stabilisieren
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Nebenwirkungen von Therapien besser zu bewältigen
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die allgemeine Lebensqualität zu verbessern
Besonders wichtig ist dabei ein insgesamt ausgewogenes Ernährungsmuster.
Dazu gehören vor allem:
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viel Gemüse
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Obst
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Vollkornprodukte
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Hülsenfrüchte
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hochwertige pflanzliche Fette
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eine moderate Menge tierischer Lebensmittel
Eine solche Ernährung kann Entzündungsprozesse im Körper beeinflussen, das Darmmikrobiom unterstützen und den Stoffwechsel stabilisieren.

Wichtige Ernährungsthemen nach einer Krebsdiagnose
Ein paar Grundlagen möchten wir Ihnen schon hier vermitteln und hoffen, diese helfen Ihnen weiter. Das ersetzt noch keine Beratung, kann aber erst einmal Orientierung geben.

Ballaststoffe und Darmgesundheit
Ballaststoffe sind Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von unseren Verdauungsenzymen nicht vollständig abgebaut werden. Sie dienen als Nahrung für nützliche Darmbakterien und unterstützen ein gesundes Darmmikrobiom.
Ein gut funktionierendes Darmmikrobiom spielt eine wichtige Rolle für:
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das Immunsystem
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den Stoffwechsel
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entzündliche Prozesse im Körper
Ballaststoffreiche Lebensmittel sind zum Beispiel:
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Vollkornprodukte
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Gemüse
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Hülsenfrüchte
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Nüsse und Samen
Zucker und Stoffwechsel
Im Zusammenhang mit Krebs wird häufig über Zucker diskutiert. Wichtig ist dabei eine differenzierte Betrachtung.
Krebszellen nutzen – wie viele andere Zellen im Körper – Glukose als Energiequelle. Daraus folgt jedoch nicht, dass Zucker allein das Wachstum von Tumoren verursacht.
Ein dauerhaft sehr hoher Zuckerkonsum kann jedoch den Stoffwechsel belasten und beispielsweise Übergewicht fördern. Deshalb empfehlen viele Ernährungsgesellschaften, stark zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke nur in Maßen zu konsumieren.


Fleisch und pflanzliche Proteinquellen
Eiweiß ist ein wichtiger Bestandteil der Ernährung – insbesondere während einer medizinischen Behandlung.
Eiweißreiche Lebensmittel sind beispielsweise:
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Hülsenfrüchte
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Nüsse
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Milchprodukte
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Fisch
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Eier
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mageres Fleisch
Viele wissenschaftliche Empfehlungen raten dazu, den Konsum von rotem und stark verarbeitetem Fleisch zu begrenzen und stattdessen häufiger pflanzliche Eiweißquellen zu nutzen.

Körpergewicht und Energieversorgung
Während einer Krebsbehandlung kann sich das Körpergewicht verändern. Manche Menschen verlieren Gewicht, andere nehmen zu.
Ein stabiles Körpergewicht und eine ausreichende Energieversorgung sind wichtig, um
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Kraft zu erhalten
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Nebenwirkungen besser zu bewältigen
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den Körper während der Therapie zu unterstützen
Wenn es zu starkem Gewichtsverlust oder Problemen beim Essen kommt, kann eine individuelle Ernährungsberatungsehr hilfreich sein.
Vorsicht vor sogenannten „Krebsdiäten“
Im Internet finden sich viele Ernährungskonzepte, die versprechen, Krebs durch eine bestimmte Diät beeinflussen oder sogar heilen zu können.
Dazu gehören zum Beispiel:
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extreme Fastenkuren
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radikale Eliminationsdiäten
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stark eingeschränkte Ernährungsformen
Für viele dieser Ansätze gibt es keine überzeugenden wissenschaftlichen Belege.
In manchen Fällen können solche Diäten sogar problematisch sein, da sie zu Mangelernährung oder starkem Gewichtsverlust führen können.
Wenn Sie Ihre Ernährung während einer Krebsbehandlung verändern möchten, sprechen Sie am besten mit
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Ihrem behandelnden Ärzteteam
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einer qualifizierten Ernährungsberatung
Was im Alltag helfen kann
Auch kleine Schritte können dazu beitragen, den Körper während einer Erkrankung zu unterstützen. Viele Betroffene berichten, dass ihnen im Alltag vor allem eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung hilft. Dazu gehört, möglichst regelmäßig zu essen, ausreichend zu trinken und auf eine abwechslungsreiche Auswahl an Lebensmitteln zu achten. Frische, möglichst wenig verarbeitete Lebensmittel können dabei eine gute Grundlage bilden.
Ebenso wichtig ist es, dem Körper genügend Energie und Eiweiß zur Verfügung zu stellen, besonders während einer Therapiephase. Wenn es der gesundheitliche Zustand erlaubt, empfinden viele Menschen auch leichte Bewegung als unterstützend. Entscheidend ist dabei vor allem eines: Es gibt keine perfekte Ernährung. Wichtig ist vielmehr, eine Form der Ernährung zu finden, die für die eigene Situation passt und mit der man sich persönlich wohlfühlt.

Wo Sie Beratung finden
Neben der medizinischen Behandlung gibt es in Deutschland zahlreiche Beratungsangebote für Menschen mit Krebs. Diese können Ihnen helfen, Informationen zu erhalten, Fragen zu klären und Unterstützung im Alltag zu finden.





