
Die Preise
Die Posterpreise der Wolfgang Wilmanns Stiftung zeichnen innovative tumorimmunologische und immuntherapeutische Ansätze aus. Bevorzugt berücksichtigt werden junge WissenschaftlerInnen. Die Preise werden jährlich aus den Beiträgen der Immunotherapy of Cancer Conference (ITOC) durch eine hochkarätige internationale Jury vergeben. Die Jury wird vom Vorstand der Wolfgang Wilmanns Stiftung und der ITOC Association ernannt.
Posterpreise ITOC 12
Preisträger 2026
1.
Meghma Mukherjee
(Universitätsklinikum Regensburg)
2.
Magdalena Rizk
(Medizinische Universität Wien)
3.
Dr. Janina Dörr
(LMU Klinikum München)
3.
Tim Kempchen
(Universitätsklinikum Bonn)
1. Platz
Preisgeld: 1.000 €
Die Arbeit von Meghma Mukherjee zeichnet sich durch ein besonders innovatives Konzept aus, bei dem Zellen gezielt so verändert werden, dass sie selbst zu Quellen synthetischer, zytotoxischer Liganden werden und dadurch die Effektivität zellulärer Immuntherapien verstärken können. Im Zentrum steht dabei ein neuartiger Ansatz, der die Interaktion zwischen Immun- und Tumorzellen gezielt moduliert und so die antitumorale Aktivität deutlich steigert. Dieser Ansatz eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Weiterentwicklung hochwirksamer, gezielt steuerbarer Immuntherapien.
Leibniz-Institut für Immuntherapie (LIT) am Universitätsklinikum Regensburg (UKR)
Poster: Reprogramming CAR-T cells to overcome tumor intrinsic resistance in solid tumors
2. Platz
Preisgeld: 700 €
Die Arbeit von Magdalena Rizk zeichnet sich durch die Entwicklung eines innovativen, patientenabgeleiteten Modells aus, das die Untersuchung moderner Immuntherapeutika unter realitätsnahen Bedingungen ermöglicht. Die Arbeit stellt eine herausragende wissenschaftliche Leistung dar und eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Weiterentwicklung personalisierter Immuntherapien.
Abteilung für Viszeralchirurgie, Medizinische Universität Wien
3. Platz
Preisgeld: 250 €
Janina Dörr erhielt den 3. Posterpreis in Würdigung ihrer Leistung bei der Entwicklung einer neuen Methode, um zelluläre Immuntherapien gegenüber Prostanoiden unempfindlich zu machen. Die Identifikation eines zentralen immunsuppressiven Mechanismus durch die Erstautorin stellt dabei eine besonders herausragende wissenschaftliche Leistung dar. Durch die gezielte Modifikation von CAR-T-Zellen konnte die tumorbedingte Hemmung überwunden und deren therapeutische Wirksamkeit deutlich gesteigert werden.
Die Arbeit eröffnet vielversprechende Perspektiven für die Weiterentwicklung von Immuntherapien bei bislang schwer behandelbaren soliden Tumoren.
Institut für Klinische Pharmakologie am LMU Klinikum München
3. Platz
Preisgeld: 250 €
Die Entwicklung eines neuartigen, KI-basierten Algorithmus zur Generierung synthetischer, T-Zellrezeptor-ähnlicher Proteine stellt eine besonders innovative wissenschaftliche Leistung dar.
Der Preisträger erhielt den 3. Posterpreis in Anerkennung eines neuen Algorythmus um mittels künstlicher Intelligenz neue synthetische Proteine herzustellen die sich wie T-Zellrezeptoren verhalten. Die Arbeit eröffnet vielversprechende Perspektiven für die gezielte Entwicklung neuer Immuntherapeutika und zeigt das große Potenzial datengetriebener Ansätze in der modernen Krebsforschung
Institut für Experimentelle Onkologie (IEO) am Universitätsklinikum Bonn (UKB)
vorherige Preisträger
2025

Die Entdeckung eines neuartigen Mechanismus zur Suppression von CAR-T-Zellen durch die Erstautorin stellt eine besonders herausragende wissenschaftliche Leistung dar. Die Preisträgerin des 1. Preises konnte dabei vielversprechende Ansätze für therapeutische Interventionen aufzeigen, die auch klinisch umsetzbar erscheinen – ein Fortschritt, dem die Jury große Anerkennung zollt. Poster im Link:

Die Jury würdigt die bedeutenden Erkenntnisse zur Rolle der Promotormethylierung bei der Expression von Antigenen, die als Zielstrukturen für eine Immunantwort in Krebszellen dienen können. Besonders überzeugend war dabei das Potenzial einer therapeutischen Beeinflussung durch demethylierende Substanzen. Poster im Link:

Der 2. Preis wird in Anerkennung der Entwicklung neuartiger primärer Kokultursysteme verliehen, die es ermöglichen, primäre Tumorzellen von Patient:innen gemeinsam mit verschiedenen Zellen der Mikroumgebung zu kultivieren. Dadurch können therapeutische Eingriffe in das Immunsystem gezielt untersucht werden. Die Jury sieht in dieser Arbeit ein großes Anwendungspotenzial. Poster im Link:

Die Entdeckung eines neuartigen Mechanismus zur Suppression von CAR-T-Zellen durch die Erstautorin stellt eine besonders herausragende wissenschaftliche Leistung dar. Die Preisträgerin des 1. Preises konnte dabei vielversprechende Ansätze für therapeutische Interventionen aufzeigen, die auch klinisch umsetzbar erscheinen – ein Fortschritt, dem die Jury große Anerkennung zollt. Poster im Link:
2024

Die Jury würdigte Frau Moleno und ihr Team für die Etablierung einer neuen, Patienten-zentrierten Plattform zum Studium von T-Zell-Interaktionen. Die Arbeitsgruppe konnte zudem darlegen, dass auch auf diesem Gebiet tiefgehende Analysen möglich sind, die unser Verständnis für solch therapeutisch relevanten Interaktionen schärfen. Die Jury würdigte Frau Moleno und ihr Team für die Etablierung einer neuen, Patienten-zentrierten Plattform zum Studium von T-Zell-Interaktionen. Poster im Link:

Der Preis würdigt die Entdeckung eines neuen Biomarkers der Immunkontrolle, insbesondere bei Melanomen. Die Relevanz im klinischen und therapeutischen Kontext sollte jedoch noch in weiteren Studien erforscht werden. Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität Poster: RECQL4 promotes immune evasion and limits response to anti-PD-1 therapy and survival in melanoma patients

Die Prämierte und ihr Team entdeckten einen potentiellen neuen intrazellulären Checkpoint der T-Zell-Funktion. Obwohl in einem frühen Stadium der Forschung könnte diese Entdeckung neue Wege -insbesondere für die Zelltherapie – aufweisen. Zentrum für Physiologie und Pharmakologie Institut für Pharmakologie Poster im Link:

Die Jury würdigte Frau Moleno und ihr Team für die Etablierung einer neuen, Patienten-zentrierten Plattform zum Studium von T-Zell-Interaktionen. Die Arbeitsgruppe konnte zudem darlegen, dass auch auf diesem Gebiet tiefgehende Analysen möglich sind, die unser Verständnis für solch therapeutisch relevanten Interaktionen schärfen. Die Jury würdigte Frau Moleno und ihr Team für die Etablierung einer neuen, Patienten-zentrierten Plattform zum Studium von T-Zell-Interaktionen. Poster im Link:
2022

In ihrer Arbeit befasste sich die herausragende Wissenschaftlerin zusammen mit ihrem Team mit der Entschlüsselung des funktionellen Potenzials und der Persistenz neoantigen-spezifischen T-Zell-Rezeptoren (neoTCRs). Damit erforscht sie einen sicheren und hoch personalisierten therapeutischen Ansatz in der Anti-Tumor-Immuntherapie. Technische Universität München Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Klinikum rechts der Isar Poster im Link:

Der Preisträger untersuchte mit seinen Kollegen die Regulation der Erschöpfung in Tumor-infiltrierenden T-Zellen und beschrieb erstmals neue Mechanismen der Erschöpfung. Poster im Link:

Die Arbeitsgruppe um die Wissenschaftlerin entwickelte den bisher umfassendsten Datenatlas der angeborenen Leberimmunzellen mit dem Ziel, die spezifische Immunität für das hepatozelluläre Karzinom (HCC) weiter zu erforschen, um so eine bessere Patientenstratifizierung und die Entwicklung neuer Kombinationstherapien zu ermöglichen. University of Bordeaux, Bordeaux Cedex, France Poster im Link:

In ihrer Arbeit befasste sich die herausragende Wissenschaftlerin zusammen mit ihrem Team mit der Entschlüsselung des funktionellen Potenzials und der Persistenz neoantigen-spezifischen T-Zell-Rezeptoren (neoTCRs). Damit erforscht sie einen sicheren und hoch personalisierten therapeutischen Ansatz in der Anti-Tumor-Immuntherapie. Technische Universität München Klinik und Poliklinik für Innere Medizin III, Klinikum rechts der Isar Poster im Link:
2021

Zusammen mit ihren Kollegen untersuchte die Preisträgerin CD27 als Biomarker für T-Zellfunktion in Nierenzelltumoren und diskutiert die Interaktion zwischen CD70 und CD27 als ein neues therapeutisches Ziel bei Krebserkrankungen. Université Paris Cité Poster im Link:

Die Arbeit der preisgekrönten Forschergruppe beschäftigt sich mit der Bestimmung der Häufigkeit und der räumlichen Verteilung von Tertiären Lymphozytenstrukturen (TLS) als neuartigen Biomarker und dessen mögliche Assoziation mit zellulären Reaktionen. Zentrum für Molekulare Medizin, Universität Köln Poster im Link:

Das Team rund um die Wissenschaftlerin testete, ob Anti-IL-8-Antikörper die Anti-Tumor-Aktivität von Anti-PD-1-Antikörpern in einem humanisierten Modell des duktale Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse (PDAC) verstärken können, was eine Grundlage für eine neuartige Behandlung von PDAC darstellen würde. Johns Hopkins School of Medicine, Baltimore, MD Poster im Link:

Zusammen mit ihren Kollegen untersuchte die Preisträgerin CD27 als Biomarker für T-Zellfunktion in Nierenzelltumoren und diskutiert die Interaktion zwischen CD70 und CD27 als ein neues therapeutisches Ziel bei Krebserkrankungen. Université Paris Cité Poster im Link:
Lifetime Achievement Award
Preisträger 2026

„Professor John Haanen gilt als Pionier der Immunonkologie. Ein zentraler Bestandteil seines Lebenswerks ist es, innovative Behandlungsmethoden aus der Forschung in die klinische Anwendung zu überführen.
Besonders verdient gemacht hat er sich durch die Weiterentwicklung und Anwendung sogenannter „tumorinfiltrierender Lymphozyten“. Bei dieser Therapie werden Immunzellen direkt aus dem Tumor eines Patienten gewonnen, im Labor vermehrt und anschließend gezielt zur Bekämpfung der Krebserkrankung eingesetzt.
In einer großen, von ihm geleiteten internationalen Studie konnte er erstmals evidenzbasiert nachweisen, dass diese Therapie einen bedeutenden Nutzen für Patienten mit fortgeschrittenem, austherapiertem schwarzem Hautkrebs hat.
Für diese herausragende wissenschaftliche Leistung wurde er vom Wissenschaftskomitee der ITOC-Konferenz in diesem Jahr ausgezeichnet.
Preisträger 2025

Der 2025 ITOC Award ging an Professor Rober Schreiber von University of Washington in St Louis, USA für seine Arbeiten zur Immunkontrolle von Tumoren.
Er konnte erstmals belegen, dass Tumore immunkontrolliert sind. Dies stellt die Grundlage moderner Immuntherapien und erklärt warum Immuntherapien klinisch wirken. Sein Streben ist mittlerweilen Lehrbuchwissen.
Das ITOC-Komitee sah es als erwiesen, dass ohne Professor Schreiber, die heutige Immunonkologie nicht möglich wäre und sieht das von ihm beschriebene Modelle der Immunkontrolle von Tumoren als Meilenstein an. Durch den ITOC-Preis 2025 würdigt das ITOC-Komitee diese außergewöhnliche Leistung.
